Aktuelle Ausstellungen

Kontingentflüchtling war gestern – 25 Jahre jüdisch-russischer Einwanderung nach Kassel
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VorschauJuden

Juden in Kassel

„Der Zweck der Ausstellung ist ein doppelter. Sie soll nicht nur Fremdartiges in seiner Eigenart begreifbar lehren, sie soll zugleich auch durch das geweckte Vertrauen Achtung und Aufgeschlossenheit schaffen.“ (Rudolf Hallo)

Die Dauerausstellung „Juden in Kassel“ zeigt einen Ausschnitt der rund 700-jährigen Geschichte der Juden in Kassel – vom Mittelalter bis heute. Eine der Ausstellungswände ist der ersten jüdischen Ausstellung in Kassel (1927-1933) gewidmet. Die Lebenswege einzelner Kasseler Juden und ihre Leistungen für die deutsche Gesellschaft spielen ebenso eine Rolle wie die Leidensgeschichten aus der Zeit der nationalsozialistischen Unterdrückung. Gewürdigt werden zudem drei herausragende jüdische Persönlichkeiten mit Kurzporträts: Rudolf Hallo, Ludwig Mond und die Namensgeberin des Zentrums, Sara Nussbaum.

Ausstellungsmacherin: Elena Padva. Elena Padva ist Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums.

 

VorschauHerzen

Mit dem Herzen sehen – Menschen in der Pflege

32 fotografische Porträts von Menschen, die zu Hause gepflegt werden, zeigt die Ausstellung „Mit dem Herzen sehen“. Den schwarz-weißen Fotocollagen von Victor Zvarun sind Texte mit Fragmenten der Lebensgeschichten der Porträtierten zur Seite gestellt. Entstanden sind die Bilder im Rahmen der sogenannten „Biographiearbeit“ des Pflegedienstes PSH in Kassel. Dabei wurden die Pflege-Klienten nach ihren Lebensgeschichten und ihren Selbstbildern gefragt. Die Porträtierten wurden so fotografiert, wie sie es selbst wünschten.

Zu der Ausstellung ist das Buch „Mit dem Herzen sehen – Menschen in der Pflege“ erhältlich. Es kann während der Öffnungszeiten im Zentrum erworben sowie beim Euroregio Verlag online bestellt werden. 80 Seiten, ISBN/EAN 9783933617613, Format 230 x 215 mm, Sprache: Deutsch, Russisch, 12,90 Euro

Ausstellungsmacherin: Ilana Katz. Ilana Katz ist Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Kassel, Gründerin des Sara Nussbaum Zentrums und Inhaberin des Pflegedienstes PSH.

 

VorschauSommermaer

Kein Sommermärchen – Israelbezogener Antisemitismus im Sommer 2014

„Gewiss fordern nicht alle Feinde des Juden lauthals seinen Tod. Die Maßnahmen jedoch, die sie vorschlagen, und die alle auf seine Erniedrigung, seine Demütigung, seine Verbannung abzielen, sind ein Ersatz für den Mord, den sie im Sinn haben: es sind symbolische Morde.“ (Jean-Paul Sartre)

Der Sommer 2014 wird vielen hessischen Juden in schlechter Erinnerung bleiben. Die Ausstellung „Kein Sommermärchen“ zeigt, warum: Tausende Demonstranten brachten in Kassel, Gießen, Frankfurt/Main und anderen hessischen Städten ihren Hass auf Israel auf die Straße. Dabei kam es zu massiven antiisraelischen und judenfeindlichen Äußerungen. Die Ausstellung ist eine Bestandsaufnahme der antiisraelischen und antijüdischen Hetze auf der Straße, im Internet und im Alltag. Sie zeigt zudem auf, welche Ängste die Demonstrationen bei Jüdinnen und Juden erzeugt haben. Aber auch Solidarität und gewachsenes jüdisches Selbstbewusstsein werden thematisiert.

Ausstellungsmacher: Martin Sehmisch. Martin Sehmisch ist Soziologe, Autor und Kommunikationsberater.  (Ausnahme: Installation „Picknick“ von Ilana Katz)
Dank an: Jonas Dörge, Prof. Samuel Salzborn, Corinna Seeger, Marek Spielmann, Sacha Stawski