Archiv des Autors: Redakteur 1

Präsentation: Broschüre „Kontingentflüchtling war gestern“

19050710

In Anwesenheit ihrer Erschafferinnen Ilana Katz und Elena Padva haben wir am 7. Mai 2019 unsere Ausstellung „Kontingentflüchtling war gestern“ geschlossen. Zugleich haben wir eine Broschüre vorgestellt, die über die Geschichte der Einwanderung von Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion nach Kassel informiert und wichtige Bestandteile der Ausstellung dokumentiert. Zur Feier des Tages lasen Heiko Schimmelpfeng und Marcus Angebauer aus Geschichten, Gedichten und Briefen von glücklichen und unglücklichen Begegnungen in neuen oder alten Heimaten.

Die Broschüre kann ab sofort für einen geringen Kostenbeitrag bestellt werden.
Bitte schreiben Sie dafür an assistenz@sara-nussbaum-zentrum.de oder rufen Sie uns unter 0561-93728281 an.

Sonderausstellung „Wissen Sie noch wer ich bin?“ eröffnet

19040717

Unsere Leiterin Elena Padva hat am 7. April 2019 im Beisein zahlreicher Gäste die Sonderausstellung „Wissen Sie noch wer ich bin“ eröffnet. Die Schau informiert auf zahlreichen Tafeln über das Leben und Wirken der Kasseler Musikmäzenin Emmy Rubensohn. Als Unterstützerin von Musikerinnen und Musikern leistete sie in den 1920er- und 1930er-Jahren einen beachtlichen Beitrag zum Kasseler Kulturleben.

Wir danken folgenden Kooperationspartnern für die Realisierung: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Evangelisches Forum Kassel, Gedenkstätte Breitenau, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel, Volkshochschule Region Kassel, Kasseler Kultur Forum.

haskala – Magazin aus dem Sara Nussbaum Zentrum

 

Haskala_Wortmarke

 

Die Printausgabe ist inzwischen leider vergriffen und kann nicht mehr bestellt werden. Die digitale Version ist hier abrufbar: haskala 1/2019 als PDF

Im Dezember 2018 erschien die erste Ausgabe des Magazins „haskala“. Das Druckwerk im Artsize-Format soll künftig interessante Aspekte der Arbeit des Zentrums aufzeigen, gesellschaftliche Debatten bereichern und zivilgesellschaftliche Akteure zu Wort kommen lassen.

„Unser Magazin wird jüdische Perspektiven in die Öffentlichkeit tragen und mit gesellschaftlichen Debatten verzahnen“, sagte die Geschäftsführerin des Sara Nussbaum Zentrums, Ilana Katz, in Kassel. Die 20-seitige Pilotausgabe widmet sich Themen wie Hate Speech, Antisemitismus im Alltag und den Unterschieden zwischen Judenhass und Rassismus. Enthalten ist zudem eine Reportage über das Duo „Selam & Shalom“, das im Rahmen eines Projekts des Sara Nussbaum Zentrums jüdische und alevitische Musik verknüpft und Schüler zum Nachdenken über Identität und Gleichheit anregt.

„Wir haben festgestellt, dass bestimmte Aspekte unserer Tätigkeit medial kaum vermittelt werden“, sagt haskala-Redaktionsleiter Martin Sehmisch. Das eigene journalistische Format soll dem Team des Sara Nussbaum Zentrums daher nun neue Spielräume erschließen. „Gleichzeitig möchten wir an der Schaffung einer regionalen Öffentlichkeit mitwirken, die Freiheit und Demokratie für wichtige gesellschaftliche Werte hält, die es zu verteidigen gilt“, so Sehmisch. Demokratie, Rechtsstaat und Pluralismus seien derzeit einem enormen Stresstest ausgesetzt. „Da brauchen wir auch journalistische Formate, die nach Gemeinsamkeiten suchen und dabei nicht Unterschiede verwischen, sondern verständlich machen, und auch debattierfreudig sind“, sagt er.

Kontakt: Martin Sehmisch (Redaktionsleitung), redaktion@haskala-online.de

weiter zum Artikel

Filmvorführung: „Der kleine Diktator“

The Little Dictator 4

„Der kleine Diktator“
Israel 2015
Dauer: 29 Min.
Drehbuch und Hauptdarsteller: Emanuel Cohn
Regie: Nurith Cohn
Original mit deutschen Untertiteln

am Sonntag, 24. Februar, um 17 Uhr wird im Sara Nussbaum Zentrum der Kurzfilm „Der kleine Diktator“ gezeigt. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Drehbuchautor und Hauptdarsteller Emanuel Cohn statt.

Yossi Kleinmann, Professor für Geschichte, leitet eine Vorlesung über Führerpersönlichkeiten in diktatorischen Regimen. Zum 90. Geburtstag der Großmutter Gerda, einer Holocaust-Überlebenden, soll er eine Rede halten. Als er sich dafür kurz vor Schabbat-Beginn vorbereitet, passiert ihm ein Missgeschick. Ein humorvoller und ungewöhnlicher Film, der bereits auf zahlreichen internationalen Filmfestivals lief und mehrfach ausgezeichnet wurde.

Emanuel Cohn ist in Basel geboren und aufgewachsen. Nach dem Schulabschluss ging er nach Israel, wo er einen Masterstudiengang in Philosophie abschloss und Schauspiel an der School of Visual Theater und Drehbuch an der Maaleh Film School in Jerusalem studierte. Heute ist Cohn Schauspieler, Drehbuchautor und Dozent für Film und Judentum. Er lebt in Jerusalem, Israel.

Der Film wird im Original (hebräisch) mit deutschen Untertiteln gezeigt. Das anschließende Gespräch mit Emanuel Cohn findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Veranstaltet von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. AG Kassel in Kooperation mit dem Sara Nussbaum Zentrum.

Pressestimmen zum Film:

  •  „Jüdischer Humor vom Besten. Wieso kann man davon nicht mehr auf unserer Leinwand sehen?“ (Jerusalem Post)
  • „Es ist beeindruckend, wieviel Substanz und Interpretation sie in dieses kurze Werk hineinpressen konnten.“ (Jewish Journal, Los Angeles)
  • „Hohes Drama, hohe Emotion“ (Metro)
  • “Eine Tour de Force in Schauspiel und Regie” (Amy Kronish, Israelfilm)
  • “Ein amüsierender Film” (Cinemascope)
  • “Verrückt… ungewöhnlich… lustig” (Makor Rischon)

Hier finden Sie eine Vorschau zum Film: Trailer „Der kleine Diktator“

Lehrerworkshop zur Kinderoper BRUNDIBÁR

Nele Fromm (Katze), Selma Tataraga (Hund), Anna Huss (Spatz), im Hintergrund Marietta Geismann (Bäcker) sowie weitere Mitglieder des CANTAMUS-Chores

Foto: Nils Klinger

Nach den erfolgreichen Vorstellungen im Jahr 2017 kommt die Oper BRUNDIBÁR im Rahmen vom Theater-Jugendorchesterprojekt wieder auf die Bühne des Schauspielhauses des Staatstheaters Kassel. BRUNDIBÁR ist eine der ersten Opern, die speziell für Kinder komponiert wurde und auch von Kindern aufgeführt wird. Sie errang aber eine traurige Berühmtheit durch ihre bedrückende Geschichte. Sie wurde im Konzentrationslager Theresienstadt mit jüdischen Kindern insgesamt 55 mal aufgeführt und von den Nationalsozialisten für ihre Propaganda missbraucht.

In Verbindung mit einem Vorstellungsbesuch bietet das Staatstheater für Schulklassen und Gruppen Musiktheaterworkshops und eine Theaterführung an. Die Workshops zur Hintergrundgeschichte der Kinderoper BRUNDIBÁR werden in Kooperation mit dem Sara Nussbaum Zentrum  durchgeführt. Unter Absprache mit den begleitenden Lehrkräften können die Inhalte und Schwerpunkte der Vorbereitungsworkshops individuell festgelegt werden. Die Workshops eignen sich für alle Altersstufen.

Am 3. April 2019 findet ein Lehrerworkshop zur Oper BRUNDIBÁR im Staatstheater statt.
Beginn: 18 Uhr
Ort: Staatstheater Kassel, Friedrichsplatz, 15, 34117 Kassel
Um eine Anmeldung zum Lehrerworkshop wird gebeten.

Kontakt:

Maria Radzikhovskiy (Staatstheater Kassel)
E-Mail: Maria.Radzikhovskiy@staatstheater-kassel.de / Tel.: 015224749701

Elena Padva (Sara Nussbaum Zentrum)
E-Mail: ep@sara-nussbaum-zentrum.de

Hier finden sie weitere Informationen: BRUNDIBÁR

Neues Workshop-Angebot: „Selam & Shalom“

Selam_Shalom_Banner_Web_RGB

Ab sofort bietet das Sara Nussbaum Zentrum den interkulturellen musikalischen Workshop „Selam & Shalom“ an. Er richtet sich an Kinder- und Jugendgruppen und ist für alle Schulformen und Altersstufen geeignet.

Kulturelle Vielfalt bereichert den Schulalltag, sorgt aber auch für Missverständnisse und Schwierigkeiten im täglichen Umgang. Durch das gemeinsame Musizieren entsteht eine vertrauensvolle Atmosphäre, die eine gute Voraussetzung für ein offenes Gespräch ist. Auf Grundlage der allgemein gültigen Menschenrechte wird ein Raum geschaffen, um über die unterschiedlichen Formen von Menschenfeindlichkeit und Vorurteile frei zu sprechen, Fragen zu stellen und sich mit Inhalten kritisch auseinanderzusetzen.

Das Ziel des Workshops ist die Erweiterung des Verständnisses von unbekannten oder als fremd empfundenen Identitäten sowie die Bewusstmachung von Gemeinsamkeiten über religiöse und weltanschauliche Überzeugungen, Prägungen und Zugehörigkeiten hinweg.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen Musikinstrumente und wirken beim Musizieren aktiv mit. Gemeinsam werden Lieder auf Türkisch, Hebräisch, Jiddisch und Deutsch gesungen. In Absprache mit begleitenden Lehrkräften können die Inhalte des Workshops an die teilnehmenden Kinder bzw. Jugendlichen angepasst und bei Bedarf durch weitere Angebote aus unserem Programm ergänzt werden.

Referenten: Elena Padva (Gesang, Gitarre), Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums, und Attila Günaydin (Gesang, Baglama), Musiklehrer für das Fach Saz/Baglama
Dauer: ca. 90 Minuten
Teilnehmerzahl: max. 30 Teilnehmer inkl. Lehrpersonal
Ort: nach Wunsch im Sara Nussbaum Zentrum oder in Ihrer Schule
Buchung über: info@sara-nussbaum-zentrum.de

Hier finden Sie das Faltblatt zum Workshop-Angebot: „Selam & Shalom“

Positive Bilanz des Pilotprojekts „Together“

Die Kinder- und Jugendhilfe Haus „Carl Sonnenschein in Fritzlar, deren Träger der Caritasverband-Fulda ist und das Sara Nussbaum Zentrum haben eine positive Bilanz des Pilotprojekts „Together“ gezogen. Im Rahmen des neu entwickelten Formats hatten sich 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren ein halbes Jahr lang regelmäßig getroffen, um Themen rund um Migration zu bearbeiten.

Die Teilnehmer aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, Albanien und Eritrea besuchten die Ausstellungsräume des Sara Nussbaum Zentrums in Kassel und die Gedenkstätte Breitenau. „Im Vordergrund standen zudem Begegnung, Gespräche und eigene Migrationsgeschichten der Teilnehmer“, sagte die Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums, Elena Padva. Bei den monatlichen Treffen gab es zudem immer einen musikalischen Teil mit den Musikern des Duos „Selam & Shalom“ mit jüdischen und alevitischen Liedern sowie ein gemeinsames Essen. „Wir haben dieses Pilotprojekt gemeinsam mit dem Sara Nussbaum Zentrum entwickelt, weil wir einen Wissensbedarf bezüglich der kulturellen und geschichtlichen Kontexte im Judentum bei den von uns zu betreuenden Kindern und Jugendlichen entdeckt haben“, sagte die Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe Haus „Carl Sonnenschein“, Ulla Mex. Bei den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei „Together“ sehr gut angekommen.

Padva und Mex dankten dem hessischen Landesverband der Deutschen Jugend in Europa für einen finanziellen Beitrag, der das Angebot mit ermöglicht hat. „Die Erfahrungen sind so gut, dass wir nun gemeinsam überlegen werden, ob wir das Projekt im Herbst fortsetzen“, sagte Elena Padva.