Archiv für den Autor: Linda Reiner

Neues Workshop-Angebot: „Selam & Shalom“

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Ab sofort bietet das Sara Nussbaum Zentrum den interkulturellen musikalischen Workshop „Selam & Shalom“ an. Er richtet sich an Kinder- und Jugendgruppen und ist für alle Schulformen und Altersstufen geeignet.

Kulturelle Vielfalt bereichert den Schulalltag, sorgt aber auch für Missverständnisse und Schwierigkeiten im täglichen Umgang. Durch das gemeinsame Musizieren entsteht eine vertrauensvolle Atmosphäre, die eine gute Voraussetzung für ein offenes Gespräch ist. Auf Grundlage der allgemein gültigen Menschenrechte wird ein Raum geschaffen, um über die unterschiedlichen Formen von Menschenfeindlichkeit und Vorurteile frei zu sprechen, Fragen zu stellen und sich mit Inhalten kritisch auseinanderzusetzen.

Das Ziel des Workshops ist die Erweiterung des Verständnisses von unbekannten oder als fremd empfundenen Identitäten sowie die Bewusstmachung von Gemeinsamkeiten über religiöse und weltanschauliche Überzeugungen, Prägungen und Zugehörigkeiten hinweg.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen Musikinstrumente und wirken beim Musizieren aktiv mit. Gemeinsam werden Lieder auf Türkisch, Hebräisch, Jiddisch und Deutsch gesungen. In Absprache mit begleitenden Lehrkräften können die Inhalte des Workshops an die teilnehmenden Kinder bzw. Jugendlichen angepasst und bei Bedarf durch weitere Angebote aus unserem Programm ergänzt werden.

Referenten: Elena Padva (Gesang, Gitarre), Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums, und Attila Günaydin (Gesang, Baglama), Musiklehrer für das Fach Saz/Baglama
Dauer: ca. 90 Minuten
Teilnehmerzahl: max. 30 Teilnehmer inkl. Lehrpersonal
Ort: nach Wunsch im Sara Nussbaum Zentrum oder in Ihrer Schule
Buchung über: info@sara-nussbaum-zentrum.de

Hier finden Sie das Faltblatt zum Workshop-Angebot: „Selam & Shalom“

Positive Bilanz des Pilotprojekts „Together“

Die Kinder- und Jugendhilfe Haus „Carl Sonnenschein in Fritzlar, deren Träger der Caritasverband-Fulda ist und das Sara Nussbaum Zentrum haben eine positive Bilanz des Pilotprojekts „Together“ gezogen. Im Rahmen des neu entwickelten Formats hatten sich 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren ein halbes Jahr lang regelmäßig getroffen, um Themen rund um Migration zu bearbeiten.

Die Teilnehmer aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, Albanien und Eritrea besuchten die Ausstellungsräume des Sara Nussbaum Zentrums in Kassel und die Gedenkstätte Breitenau. „Im Vordergrund standen zudem Begegnung, Gespräche und eigene Migrationsgeschichten der Teilnehmer“, sagte die Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums, Elena Padva. Bei den monatlichen Treffen gab es zudem immer einen musikalischen Teil mit den Musikern des Duos „Selam & Shalom“ mit jüdischen und alevitischen Liedern sowie ein gemeinsames Essen. „Wir haben dieses Pilotprojekt gemeinsam mit dem Sara Nussbaum Zentrum entwickelt, weil wir einen Wissensbedarf bezüglich der kulturellen und geschichtlichen Kontexte im Judentum bei den von uns zu betreuenden Kindern und Jugendlichen entdeckt haben“, sagte die Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe Haus „Carl Sonnenschein“, Ulla Mex. Bei den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei „Together“ sehr gut angekommen.

Padva und Mex dankten dem hessischen Landesverband der Deutschen Jugend in Europa für einen finanziellen Beitrag, der das Angebot mit ermöglicht hat. „Die Erfahrungen sind so gut, dass wir nun gemeinsam überlegen werden, ob wir das Projekt im Herbst fortsetzen“, sagte Elena Padva.