Informationsstelle Antisemitismus Kassel

ISAK nimmt aufgrund einer Entscheidung des Landes Hessen ab sofort keine neuen Fälle und Meldungen mehr an. In der Zeit bis zum Ende des Jahres 2019 werden bisher gemeldete Vorfälle und laufende Unterstützungen von Betroffenen noch geleistet. Da eine Korrektur der Entscheidung nicht zu erwarten ist, wird die Tätigkeit zum 31. Dezember 2019 vollständig entfallen. (zur Erläuterung)

Hinweis: Auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen wir aktuelle Meldungen. Dort ist zudem eine Kontaktaufnahme mit uns möglich.

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Die Informationsstelle Antisemitismus Kassel dokumentiert antisemitische Übergriffe, Straftaten und Vorfälle im Raum Kassel. Nach unserer Erfahrung werden diese Angriffe auf Juden und Unterstützer Israels häufig nicht bei der Polizei angezeigt – umso wichtiger ist es, dass wir als jüdische Einrichtung und Teil der Zivilgesellschaft diese Informationen zusammentragen und öffentlich zugänglich machen.

Die Jüdische Gemeinde Kassel und die Liberale Jüdische Gemeinde Nordhessen sind als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Wir beteiligen uns mit der Schaffung der Informationsstelle in Kassel an der Beschreibung der Problemlage – die Lösung kann nur von vielen gesellschaftlichen Akteuren gemeinsam geleistet werden. Hier sind neben Polizei und Justiz auch zivilgesellschaftliche Akteure, Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber, Gewerkschaften und jeder einzelne Mensch gefordert.

Bei der Veröffentlichung unterscheidet die Informationsstelle Antisemitismus zwischen Meldungen, die direkt von Betroffenen eingereicht wurden, und solchen, die aus öffentlich verfügbaren Quellen stammen. Ob ein Vorfall als antisemitisch einzustufen ist wird von uns anhand nachvollziehbarer und wissenschaftlich fundierter Kriterien entschieden.

Klar ist, dass die Chronik nie vollständig sein wird. Bisher gelangen die Übergriffe aber nur sehr selten an die allgemeine Öffentlichkeit – das wollen wir ändern.

Betroffene und Zeugen könnten sich per E-Mail (isak@sara-nussbaum-zentrum.de) in mehreren Sprachen an das Zentrum wenden und ihre Erlebnisse schildern. Derzeit wird die Bearbeitung deutscher, englischer und russischer Einsendungen gewährleistet. Als goldene Regel gilt dabei für die Informationsstelle Antisemitismus: Wir veröffentlichen Information nur, wenn die Übermittler sie freigeben.