Jüdische Menschen auf Neonazi-Liste: ISAK kündigt an, für Gemeindemitglieder da zu sein

Unter dem Titel „Weitere potentielle Opfer“ hat die hessenschau heute Abend berichtet, dass auf einer von Ermittlern aufgefundenen, bereits über zehn Jahre alten Liste des mutmaßlichen Mörders von Regierungspräsident Walter Lübcke auch die Jüdische Gemeinde Kassel sowie ein Gemeindemitglied stehen.

Wir können nun bestätigen, dass die jüdische Community in Kassel von dieser Auflistung betroffen ist. „Unsere Kraft wird in den kommenden Wochen verstärkt darauf ausgerichtet sein, für die Mitglieder der Gemeinde ansprechbar zu sein und sie zu unterstützen“, sagte der Leiter der Informationsstelle Antisemitismus Kassel (ISAK), Martin Sehmisch, am Freitag in Kassel.

Eine nach dem Anschlag in Halle geplante nichtöffentliche Veranstaltung unter dem Titel „Rechtsextremismus und Antisemitismus – Expert*innen stehen Rede und Antwort“ wird Mitgliedern Jüdischer Gemeinden am 5. Dezember in Kassel die Möglichkeit geben, Fragen, Sorgen und Standpunkte zu teilen (siehe: www.sara-nussbaum-zentrum.de/fragen/). Betroffene können sich zudem in deutscher, russischer und englischer Sprache per E-Mail (isak@sara-nussbaum-zentrum.de) sowie telefonisch (0561-93728281) an ISAK wenden.