„Ohne Visum zur Welt gekommen: Rose Ausländer“

RoseLesung und Musik
Sonntag, 22. April 2018, 17 Uhr
Sara Nussbaum Zentrum

Ein Lebensbild in Gedichten
Rose Ausländer gehört zu den bedeutendsten Lyrikerinnen deutscher Sprache. Sie wurde 1901 in Czernowitz (Bukowina) geboren, überlebte die Jahre 1941 bis 1944 dort im Getto. 1946 wanderte sie in die USA aus und kehrte 1964 nach Deutschland zurück, wo sie vor 30 Jahren starb. Sie erhielt zahlreiche Preise sowie das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik.
Ein lebenslanger Traum Rose Ausländers war der Traum vom Reisen: fremde Länder, Landschaften, Städte wollte sie sehen und erleben, Menschen kennenlernen. Stattdessen wurde sie hin- und hergeworfen zwischen Kontinenten, floh von Land zu Land und musste den Menschen als des Menschen Feind fürchten. Überall träumte sie vom Land ihrer Kindheit am Pruth, vom Frieden auf der Welt. Und überall schrieb sie Gedichte, deren klare, ungekünstelte, aber ausdrucks- und wirkungsstarke Sprache faszinieren. Rose Ausländer – ein Name wie ein Omen – wurde die Sprache zur Heimat.

Gudrun Sander Rezitation und biografische Erläuterungen
Lili Gilmanova Klavier
Yanhui Liu Klarinette
Eintritt: 5 Euro