Reaktionen auf die Ablehnung der Förderung von ISAK

Seit unserer Ankündigung, wegen der Ablehnung der Förderung im Jahr 2020 die Arbeit der Informationsstelle Antisemitismus Kassel (ISAK) einstellen zu müssen, haben uns zahlreiche Reaktionen erreicht. Wir danken herzlich für die Wertschätzung, die unserer Arbeit auf diesem Weg zuteil wird.

Eine Auswahl an Reaktionen veröffentlichen wir gerne an dieser Stelle:

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Günter Rudolph, wird in einer Pressemitteilung seiner Fraktion vom 18. Dezember wie folgt zitiert: „Die Entscheidung der schwarzgrünen Landesregierung, den Antrag auf Förderung der Informationsstelle für das kommende Jahr zu verweigern, ist grundfalsch und vor allem vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse dieses Jahres mit dem Mord an Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle und den vorhandenen rechtsextremistischen Strukturen in Nordhessen, nicht hinnehmbar.“ Die SPD-Abgeordneten kündigten an, dass ihre Fraktion in den anstehenden Haushaltsberatungen einen entsprechenden Änderungsantrag einbringen werde mit dem Ziel, dass die Finanzierung der Informationsstelle Antisemitismus auch im kommenden Jahr gesichert werde.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Kassel schreibt in einer Pressemitteilung vom 13. Dezember: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die regionale Meldestelle, trotz der Ausschreibung im Landesprogramm (…) nun leer ausgehen soll. Schließlich hat sie in den vier Jahren ihrer Existenz ein großes Vertrauen in der jüdischen Community aufgebaut – insbesondere, da der wachsende Antisemitismus in teilweise bedrohlichen Formen unübersehbar wird.“ Nach dem Mord an dem Regierungspräsidenten Walter Lübcke, dem Terror von Halle und angesichts gefestigter rechtsextremer Strukturen in Nordhessen sei die Entscheidung des Landes Hessen „ein Signal in die falsche Richtung“, teilte der Vorsitzende der DIG Kassel, Markus Hartmann, mit.
zur Pressemitteilung im Original (PDF)

Die Jüdische Liberale Gemeinde Region Kassel schreibt auf Facebook: „Das ist eine schlechte Nachricht für unsere Gemeinde und alle Juden in unserer Region.“

Das MBT Hessen teilt auf Facebook mit: „Während die Schwarz-Grüne Landesregierung den Etat für ihr Landesprogramm für Demokratie fast verdoppeln will, muss die Meldestelle für antisemitische Vorfälle ISAK in Kassel zum Jahresende schließen. Wir haben mit ISAK in den letzten Jahren immer wieder sehr gut zusammengearbeitet. (…) Warum ISAK die bewährte Arbeit nicht weiter machen soll und stattdessen ein anderer Träger gesucht wird ist völlig unverständlich!“
zum Posting auf Facebook

Die Amadeu Antonio Stiftung schreibt auf Facebook: „Die ISAK war in ihren rund vier Jahren intensiver und vor allem inklusiver Zusammenarbeit mit den jüdischen Gemeinden ein wegweisendes Projekt.“