Gedenken zum 9. Dezember 1941

Wir erinnern an die Deportation von Jüdinnen und Juden in einem Transport vom Kasseler Hauptbahnhof in das Ghetto Riga vor 80 Jahren – am 9. Dezember 1941.

Mit einer künstlerischen Aktion wured am Donnerstag, 9. Dezember, an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Nordhessen in das Ghetto Riga vor 80 Jahren erinnert. Ab 10 Uhr wurden auf der Treppe des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben kleine Steine als Erinnerungszeichen niedergelegt.

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Stadt Kassel, Ilona Friedrich, haben wir am Morgen die Gedenkaktion begonnen. Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, sich selbst zu beteiligen. Ein zu diesem Anlass gestaltetes Banner und ein Plakat haben gut sichtbar auf die Aktion hingewiesen.

Der Hintergrund der Aktion ist die von den Nationalsozialisten angeordnete Deportation von 1034 Jüdinnen und Juden am 9. Dezember 1941 vom Kasseler Hauptbahnhof. Laut Informationen des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen kamen 475 Personen aus Kassel, 135 aus Fulda und 43 aus Marburg. Nur 100 Menschen überlebten die Deportation.

Die Aktion der Steinniederlegung ist in der jüdischen Tradition verwurzelt. So finden sich kleine Steine auf vielen Gräbern jüdischer Friedhöfe als Zeichen der Ehrung der Toten.