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SUMMARY:Gedenkfeier zu den Novemberpogromen 1938
DESCRIPTION:Anlässlich des Gedenkens an die Novemberprogrome findet im Bürgersaal des Kasseler Rathauses ein Gedenkkonzert mit Vortrag statt. \nDer Historiker und Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora\, Prof. Dr. Jens-Christian \nWagner\, geht in seinem Vortrag der Frage nach\, wie Bildungseinrichtungen und Gedenkstätten darauf reagieren \nkönnen und welche Bedeutung die Beschäftigung mit den nationalsozialistischen Verbrechen für die Demokratie \nund das gesellschaftliche Zusammenleben hat.
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SUMMARY:Vernissage: „Everyday Nature“
DESCRIPTION:„Everyday Nature“ – Das Vater-Tochter Aquarellprojekt von Dimitri und Sofia Kats. \n\n\n\n\n­\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n  \nDie Aquarelle von Dimitri und Sofia Kats lenken den Blick auf das Unscheinbare: stille Landschaften\, vertraute Stadt-Kulissen\, Begegnungen mit der Tierwelt. Flüchtige Momente\, die im Strom der täglichen Reize leicht untergehen. \nNach jüdischer Auffassung ist die Welt nichts Starres\, das einmal erschaffen wurde und seither einfach fortbesteht. Die Natur\, das Licht\, die Landschaften und jedes Tier werden in jedem Augenblick neu erschaffen. Die Aquarellen von Dimitri und Sofia Kats fangen genau das ein: Sie zeigen eine Natur\, die zwar alltäglich wirkt („Everyday Nature“)\, aber in jedem Pinselstrich und jedem Moment als etwas Neues und Frisches erscheint. \nSofia und Dimitri sind beide als Kontingentflüchtlinge 1992 aus Kiew nach Kassel gekommen. \nDie Vernissage findet am 13. November um 19 Uhr statt und wird von einer Führung durch die Künstlerin und den Künstler begleitet. Für die musikalische Umrahmung sorgt Katrin Kats mit Liedern aus dem Musikprojekt „Homo Eros“.
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CATEGORIES:Ausstellungseröffnung
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SUMMARY:Malworkshop - Aquarell „Everyday Nature“
DESCRIPTION:Aquarell-Workshop mit Dimitri und Sofia Kats\nWie lässt sich ein flüchtiger Moment mit Pinsel und Farbe festhalten? Wie wird aus einer alltäglichen Landschaft\, einer vertrauten Stadtkulisse oder einer Begegnung mit einem Tier ein Bild\, das den besonderen Augenblick sichtbar macht? \nDie Aquarelle von Dimitri und Sofia Kats richten den Blick auf das Unscheinbare und Alltägliche. Ihre Arbeiten zeigen eine Natur\, die uns vertraut ist und sich doch in jedem Moment verändert. Ausgehend von der Ausstellung „Everyday Nature“ laden die beiden Künstler dazu ein\, selbst mit Aquarellfarben zu experimentieren und die eigene Umgebung mit einem neuen Blick wahrzunehmen. \nDabei geht es nicht darum\, möglichst naturgetreu zu malen. Vielmehr steht die Freude am Beobachten\, Ausprobieren und Gestalten im Mittelpunkt. Dimitri und Sofia Kats geben Einblicke in ihre Arbeitsweise und begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den ersten eigenen Schritten mit dem Aquarell. \nDer Workshop findet am Sonntag\, den 15. November\, von 12 bis 15 Uhr im Sara Nussbaum Zentrum statt. Alle Materialien werden zur Verfügung gestellt. \nKosten: 50 €\n(25 € Material\, 25 € Kurs)\n \nDie Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich an info@sara-nussbaum-zentrum.de \nWir freuen uns auf Euch!
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SUMMARY:"Sozusagen grundlos vergnügt" - Ein literarisch- musikalischer Mascha- Kaleko- Abend mit Ute Fritsch
DESCRIPTION:Mascha Kaleko wurde 1907 im damaligen Galizien geboren\, wuchs ab 1914 in Marburg und in Frankfurt/Main auf. Ihre gefühlte Heimat und den frühen literarischen Erfolg fand sie Ende der 1920er/ Anfang der 1930 Jahre in der Großstadt Berlin. Sie gehörte zur Berliner Boheme rund um das legendäre „Romanische Cafe“\, mit der sie sommers gern auf die Insel Hiddensee reiste. Ihre Verse spiegeln ironisch-zärtlich die Lebenswelt der kleinen Leute\, die turbulente Atmosphäre der „Roaring Twenties“ aber auch alle Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens und Niederungen des Alltags. Auf dem Höhepunkt des Erfolgs wurden ihre Bücher 1935 von den Nationalsozialisten verboten. Als Jüdin emigrierte sie quasi in letzter Minute mit ihrem zweiten Mann\, den jüdischen Musiker Chemjo Vinaver im Herbst 1938 nach New York. Die Exil-Gedichte erzählen von ihrer Flucht vor dem Nazi-Regime und den traurigen Gefühlen der Vertreibung\, der Heimatlosigkeit und des Sprachverlusts. Ihr 1943 im „New York Times Magazine“ veröffentlichtes Gedicht „Höre\, Teutschland“ (In memoriam Maidanek und Buchenwald) ist eine einzigartige Anklage der grauenvollen Verbrechen. \n\nHeutigen Zuhörern hat diese Dichterin viel Existentielles über Freundschaft\, Liebe\, Vertrauensverlust\, Krankheit\, Trauer und Tod in ihren wunderbaren\, einfachen Versen zu sagen. Ihre brandaktuellen „Zeitgemäßen Ansprachen“ machen in Zeiten der Krisen und des Rechtsrucks sprachlos\, rütteln aber auch wach. \n  \nDie Veranstaltung ist kostenlos. \n\nzu Ute Fritsch: seit 23 Jahren engagierte Inselführerin und Kulturvermittlerin auf Hiddensee (Ende April-Ende Oktober) zudem Verlegerin mit der Reihe „Literarische Stadtpläne“/ Verlag JENA 1800 (z.B. „Literarisches Berlin“\, „Lit. Paris“….) \n\n– und Autorin („Mit Ringelnatz auf Hiddensee“\, „Künstlerkarte Hiddensee“) und Reiseleiterin bei „Literarisch Reisen“. Lebt in Berlin und auf Hiddensee (Blaues Strandhaus Vitte). \n\nInfo: www.kuenstlerinsel-Hiddensee.de
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SUMMARY:Alexandra Klei: "Ein Neubau\, der nicht auffallen soll. Die Synagoge Kassel als Beispiel für 'Jüdisches Bauen' in Nachkriegsdeutschland"
DESCRIPTION:Ein Neubau\, der nicht auffallen soll. Die Synagoge Kassel als Beispiel für ‚Jüdisches Bauen‘ in Nachkriegsdeutschland.  \nDer 1965 in Kassel eingeweihte Neubau einer Synagoge mit Gemeindezentrum weist in der Geschichte ‚Jüdischen Bauens‘ nach dem Holocaust einige Besonderheiten auf\, unter anderem weil die Gemeinde ihn in Nachbarschaft zu dem 1938 zerstörten Vorgänger errichten konnte. Ungewöhnlich ist auch\, dass der Neubau Ende der 1990er Jahre bereits wieder abgerissen wurde. Zugleich aber ist er ein ausgesprochen typisches Beispiel für einen Umgang mit der Bauaufgabe in bundesdeutschen Städten: umgesetzt nach Plänen eines nicht-jüdischen Architekten\, abhängig von finanzieller Unterstützung\, aufgrund seiner Lage kein sichtbarer Teil einer städtischen Öffentlichkeit. \nDer Gemeindekomplex ist einer von rund 25\, die bis Ende der 1980er Jahre als Neubauten in der Bundesrepublik errichtet wurden; ihre Entstehungsgeschichten spiegeln eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Voraussetzungen und Bedingungen wider\, die vor allem von der nicht-jüdischen Umgebungsgesellschaft gestaltet wurden. Im Rahmen des Vortrags wird die Entstehungsgeschichte der Synagoge Kassel vorgestellt und zugleich in die Geschichte ‚Jüdischen Bauens‘ eingeordnet. \n  \nAlexandra Klei ist Architekturhistorikerin und forscht seit vielen Jahren zu den Möglichkeiten und Bedingungen ‚Jüdischen Bauens‘ nach dem Holocaust. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur an der TU Braunschweig und untersucht in einem von der DFG geförderten Projekt die Netzwerke des Architekten Erich Mendelsohn in den USA. Sie ist Mitglied des Forscherinnenkollektivs Space in Holocaust Research\, gehört der Fachredaktion Jüdische Geschichte nach 1945 bei Medaon. Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung an und ist Kuratorin sowie Redakteurin für den werkraum bild und sinn e.V.\, einem unabhängigen Ausstellungsprojekt für Fotografie in Berlin. \nZuletzt erschien: Synagogen\, Gemeindehäuser\, Denkmale. Zur (Un-)Sichtbarkeit ‚Jüdischen Bauens‘ nach dem Holocaust in der BRD und in der DDR (Berlin: neofelis 2026) \n 
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SUMMARY:Prof. Dr. Claudia Janssen: „Gott ist kein Herrscher – 20 Jahre Bibel in gerechter Sprache“
DESCRIPTION:Vor zwanzig Jahren sorgte die „Bibel in gerechter Sprache“ für breite Diskussionen. 19 Theolog*innen machten es sich zur Aufgabe\, die biblischen Texte so zu übersetzen\, dass Frauen sichtbar werden\, antijüdische Formulierungen überwunden und die sozialen Realitäten der damaligen Zeit deutlich werden. Zugleich macht die Übersetzung die jüdischen Wurzeln des Wirkens Jesu und die Vielfalt des Gottesnamens sichtbar. Sie eröffnet damit neue Perspektiven auf vertraute Bibeltexte und regt dazu an\, über Sprache\, Tradition und Gerechtigkeit nachzudenken. \nIn ihrem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Claudia Janssen die verschiedenen Dimensionen dieses Übersetzungsprojekts: Geschlechtergerechtigkeit\, die Anerkennung der jüdischen Grundlagen der Bibel und das biblische Plädoyer für soziale Gerechtigkeit. Die evangelische Theologin ist Mitübersetzerin und Mitherausgeberin der „Bibel in gerechter Sprache“. \nVeranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit\, Sara Nussbaum Zentrum
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