Der gesegnete Ort: Jüdische Erzählungen und Lieder

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Die Veranstaltung wird mit Bildern von Carola Justo illustriert.

Sonntag, 26. März 2017, 17 Uhr

Carola Justo (Rezitation)
Duo „Selam Shalom“: Elena Padva (Gesang, Gitarre), Attila Günaydin (Gesang, Baglama)
Eintritt: 5 Euro

Die Bilderausstellung von Carola Justo dauert bis zum 10. April 2017 und kann sonntags von 13 – 18 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden.  www.carola-justo.de

Jüdisch in Deutschland: Lesung + Gespräch mit Mirna Funk

1703Mirnaanlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung „Exodus – Europa ohne Juden“

Mittwoch, 29. März 2017, 19 Uhr

Foyer des DGB-Hauses Kassel (Spohrstraße 6-8)
Moderation: Katharina Seewald, vhs Region Nordhessen
Einführung: Martin Sehmisch, Informationsstelle Antisemitismus Kassel
Musik: Salem & Shalom
Eintritt frei

zur Veranstaltung auf Facebook

Mirna Funk erzählt in ihrem Roman „Winternähe“ die Geschichte einer jungen deutschen Jüdin in Berlin und Tel Aviv. Ihr Name ist Lola. Sie ist Deutsche. Sie ist Jüdin. Und die einzige, der ihr ein Hitlerbärtchen ins Gesicht malen darf, ist sie selbst. Sie hat genug davon, dass andere darüber bestimmen wollen, wer sie ist und wer nicht. Sie entscheidet, wovon sie sich verletzt fühlt und wovon nicht.

Wer bestimmt darüber, wer wir sind? Unsere Herkunft, falsche Freunde, orthodoxe Rabbiner? Lola ist in Ost-Berlin geboren, ihr Vater macht rüber und geht in den australischen Dschungel. Sie wächst auf bei ihren jüdischen Großeltern und ist doch keine Jüdin im strengen Sinne. Ihre Großeltern haben den Holocaust überlebt, sie selber soll cool bleiben bei antisemitischen Sprüchen. Dagegen wehrt sie sich.

Sie lebt in Berlin, sie reist nach Tel Aviv, wo im Sommer 2014 Krieg herrscht. Sie besucht ihren Großvater und ihren Geliebten, Shlomo, der vom Soldaten zum Linksradikalen wurde und seine wahre Geschichte vor ihr verbirgt. Lola verbringt Tage voller Angst und Glück, Traurigkeit und Euphorie. Dann wird sie weiterziehen müssen. Hartnäckig und eigenwillig, widersprüchlich und voller Enthusiasmus sucht Lola ihre Identität und ihr eigenes Leben.

Mirna Funk wurde 1981 in Ostberlin geboren und studierte Philosophie sowie Geschichte an der Humboldt-Universität. Sie arbeitet als freie Journalistin und Autorin, unter anderem für »Neon«, »L’Officiel Germany« und »Süddeutsche Magazin«, und schreibt über Kultur und ihr Leben zwischen Berlin und Tel Aviv. 2015 erschien ihr Debütroman ›Winternähe‹, für den sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis 2015 für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet wurde.

Eine Veranstaltung der Informationsstelle Antisemitismus Kassel und des DGB Nordhessen mit Unterstützung von Arbeit und Leben Hessen, der Europäischen Janusz Korczak Akademie München und Nevatim/The Jewish Agency For Israel.

„Zwei Liedermacher – zwei Epochen“

Sonntag, 12. März 2017, 17 Uhr.

RubanskyiOleg Rubanski aus Kiew singt zur Gitarre Lieder von Alexander Wertinski und Semen Kats.
Der Asteroid 3669 wurde nach ihm benannt: Alexander Wertinski, 1889 geborener berühmter russischer Schauspieler, Sänger, Poet und Kabarettist. Mit seinen Liedern begeisterte er das Publikum nicht nur in seiner Heimat, die er bald nach der Oktoberrevolution verließ. Tourneen machten ihn bekannt in Westeuropa, Amerika, China, Nahost. Was kaum einer weiß: Die Melodie des Welthits „Those were the days“ stammt von ihm!
Semen Kats emigrierte 1992 aus Kiew nach Kassel. Er beeinflusste mit seinen melancholisch-humorvollen Liedern eine ganze Generation jüngerer russischer „Barden“. Kats gründete vor 20 Jahren den Kasseler Bardenclub und war über viele Jahre im Vorstand der jüdischen Gemeinde Kassel tätig.
Alle Texte werden auch auf Deutsch vorgetragen von Gudrun Sander.

„Den Himmel berühren“ – Bilderausstellung von Carola Justo

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Vernissage findet am Sonntag, 26. Februar 2016 um 17 Uhr statt.

Begrüßung: Elena Padva
Einführung in die Werke: Carola Justo
Musik: Lilia Gilmanova, Klavier

Die Ausstellung dauert bis zum 10. April 2017 und kann sonntags von 13 – 18 Uhr besichtigt werden.                                                                      www.carola-justo.de


Zusatzveranstaltung:  „Der gesegnete Ort“
– Jüdische Märchen und Erzählungen, vor-getragen von Carola Justo und musikalisch begleitet von Elena Padva, am 26. März um 17 Uhr.

Die Malerin Carola Justo absolvierte nach dem Studium der Sozialpädagogik und Philosophie eine langjährige Ausbildung in Malerei bei verschiedenen Künstlern. Seit 1997 waren ihre Werke in über 55 Einzelausstellungen und mehreren Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Neben ihrer künstlerischen Haupttätigkeit leitet sie Kurse in Meditation und hält Vorträge. Es ist ihr ein Anliegen, kulturvertiefend und kulturübergreifend zu wirken.

„Leben nach dem Überleben“: Machen Sie mit!

Zwi und Regina Steinitz in Tel Aviv. Zitat von Zwi. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie ein Vater sein Kind liebkosen und gleichzeitig jüdische Kinder ermorden, die eigene Frau umarmen, küssen und gleichzeitig ihm unbekannte, völlig unschuldige Frauen in die Gaskammer schicken oder an einer Grube niederschießen konnte.

Zwi und Regina Steinitz in Tel Aviv. Zitat von Zwi: „Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie ein Vater sein Kind liebkosen und gleichzeitig jüdische Kinder ermorden, die eigene Frau umarmen, küssen und gleichzeitig ihm unbekannte, völlig unschuldige Frauen in die Gaskammer schicken oder an einer Grube niederschießen konnte.“ (Foto: Helena Schätzle für AMCHA Deutschland)

Heute, am 27. Januar, ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Wir erinnern an die Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordeten wurden. Die Trauer angesichts der zahllosen Leben, die brutal beendet wurden, ist schwer in Worte zu fassen. Zugleich werden die Gegner der Erinnerungskultur lauter. Aber es ist doch völlig klar: Wir brauchen auch künftig eine Erziehung für die Achtung der Menschenrechte. Wir brauchen auch künftig eine wirksame Bildungsarbeit über die Shoah.

Dass viele Nutzer sozialer Medien in diesen Tagen unter dem Hashtag #weremember ihren Willen zeigen, die Erinnerung wach zu halten, macht Mut. Wir laden deshalb dazu ein, mitzuwirken an unserer Bemühung, die Ausstellung „Leben nach dem Überleben. Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel“ nach Kassel zu holen (http://amcha.de/ausstellung/). Sie zeigt Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel. Diese Menschen haben die Shoah überlebt und ringen jeden Tag mit Erinnerungen und Traumata. Anhand dieser konkreten Menschen erfahren die Besucher der Ausstellung, was die Shoah auch heute noch für die Überlebenden bedeutet.

auswartiges_amt_05Wir glauben, dass die Ausstellung einen wichtigen Beitrag zur zeitgemäßen Vermittlung leisten kann und möchten sie deshalb im Frühjahr 2018 in Kassel zeigen. Sie können an dem Projekt mitwirken, indem Sie
– sich an den Kosten beteiligen (www.betterplace.org/p51938),
– uns ehrenamtlich bei Organisation und Durchführung der Ausstellung und des Begleitprogramms unterstützen (schreiben Sie uns: ms@sara-nussbaum-zentrum.de) oder
– Ihre Ideen beisteuern und Ihre Community, Studiengruppe oder Schulklasse mit diesem Projekt verbinden.

Das Foto oben zeigt Zwi Steinitz und Regina Steinitz (geb. Anders). Beide überlebten die Shoah, Zwi in verschiedenen Ghettos und Konzentrationslagern, darunter Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen, Regina im Versteck in Berlin. Sie leben in Tel Aviv und nehmen die Hilfe von AMCHA wahr.

Kontingentflüchtling war gestern – 25 Jahre jüdisch-russischer Einwanderung nach Kassel

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Seit 1991 kommen jüdische Bürger als Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland. Von den neuen Kasselern und Kasselanern, ihren Sorgen, Hoffnungen und Erfolgen erzählt unsere Ausstellung.

Mit Unterstützung von The Jewish Agency for Israel und Genesis Philantrophy Group.

Öffnungszeiten: Sonntags, 13-18 Uhr, Führungen um 15 Uhr und n. V.

Die ersten Bilder von der Ausstellung

Kehre um einen Tag vor deinem Tod – in Memoriam Arnold „Bumi“ Lazar (Zipser Bela 1919 – Tel Aviv 2016).

Sonntag, 11. Dezember 2016, 17 Uhr.

LazarViele Kasseler kannten, schätzten, ja liebten Bumi, den „Ehren-Kasseläner“ und Menschenfreund. Er musste als Jude während der faschistischen Zeit in Bratislava untertauchen, wo er sich dem Widerstand anschloss. Er wurde mehrfach verhaftet.
Ab 1949 lebte er in Israel, wo er im Mai 2016 starb.

Miki Lazar erzählt aus dem Leben seines Vaters und erläutert Fotos; Gudrun Sander liest aus Bumis eindrucksvollen Lebenserinnerungen, Odelia Lazar (Gesang) und Michael Wienecke (Gitarre) sorgen für die musikalische Umrahmung.

Eintritt: frei

Über die Kraft zum Widerstehen – Menschen in Nordhessen, die sich der NS-Herrschaft nicht beugten.

Krause-Vilmar

Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar berichtet aus seinen regionalgeschichtlichen Forschungen und zahlreichen Gesprächen mit historischen Zeitzeugen.
Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19 Uhr

Eintritt: frei

 

Zwei neue Ausstellungen: Sonntag, 13-18 Uhr, Führungen um 15/ 17 Uhr.

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Kontingentflüchtling war gestern – 25 Jahre jüdisch-russischer Auswanderung nach Kassel.

Seit 1991 kommen jüdische Bürger als Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland. Von den neuen Kasselern und Kasselanern, ihren Sorgen, Hoffnungen und Erfolgen erzählt unsere Ausstellung.
Mit Unterstützung von The Jewish Agency for Israel und Genesis Philantrophy Group.
Öffnungszeiten: Sonntags, 13-18 Uhr und n. V.

 

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Der neue Exodus.
Michail Yudovsky. Malerei.

Maler und Schriftsteller Michail Yudovsky kam 1992 aus Kiew nach Frankental.
Die Ausstellung zeigt figurative Malerei, Natur- und Stadtlandschaften sowie Bilder mit jüdischen Motiven.

Ausstellung endet am 31. Januar.