Neue Bildungsreihe: MELTINGPOT (?) – Interreligiöses Lernen durch Begegnung

Persönliche Begegnungen sind die wirkungsvollste Art, Neues kennenzulernen und Eigenes zu reflektieren. Dem widmet sich das Sara Nussbaum Zentrum mit der neuen Bildungsreihe MELTINGPOT (?) im November und Dezember 2021. Sie findet in Kooperation mit dem Institut für Evangelische Theologie der Universität Kassel statt.

In vier Veranstaltungen möchte die Reihe Begegnungen von Menschen verschiedener religiöser und kultureller Zugehörigkeiten schaffen. Das jeweilige Programm wird von Studierenden der Universität Kassel zunächst im Gespräch mit den Referent*innen eingeleitet und dann für das Plenum geöffnet.

Wir beginnen jeweils mit einem fachtheoretischen Input und freuen uns anschließend auf Ihre Gedanken, Ideen und einen angeregten Austausch.

Den Flyer zur Bildungsreihe können Sie hier als PDF herunterladen.

Foto: Tomizak / pixelio.de

Programm

Montag, 8.11.2021, 17-18.30 Uhr, Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben
Der Hamburger Weg – Religionsunterricht für alle
Anita Dacic im Gespräch mit Andreas Gloy (Lehrer, Studienleiter für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I, Pädagogisch-theologisches Institut der Nordkirche, Hamburg)

Donnerstag, 18.11.2021, 17-18.30 Uhr, Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben
Interreligiosität in der Klasse (?) – Fallbeispiele rund um das Thema des interreligiösen Lernens an Schulen
Viktoria Schneider im Gespräch mit Elena Padva (Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben) und Katharina Gaida (Evangelische Religionspädagogin, Universität Kassel)

Donnerstag, 25.11.2021, 17-18.30 Uhr, Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben
Muslimisches Leben und antimuslimischer Rassismus – Interreligiöses Lernen als Präventivantwort (?)
Tim Krüger im Gespräch mit Mevlida Mešanović (Islamische Religionspädagogin, Universität Graz)

Mittwoch, 1.12.2021, 17-18.30 Uhr, Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben
Jüdisches Leben und Antisemitismus – Interreligiöses Lernen als Präventivantwort (?)
Pia Patricia Burkart im Gespräch mit Dr. Julian Timm (Lehrer, Referent der politischen Bildung mit dem Schwerpunkt Antisemitismus)

Foto: Tobias Sellmaier / pixelio.de

Anmeldung und Corona-Regelungen

Anmeldung per E-Mail: meltingpot@sara-nussbaum-zentrum.de oder per Telefon: 0561-93728281 (AB). Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren vollständigen Namen und das Veranstaltungsdatum bzw. die Veranstaltungsdaten Ihrer Wahl an.

Studierende können sich das Angebot im Rahmen des Studienprofils „Interreligiöse
Kompetenzen für den RU“ anrechnen lassen. (Eine weitere Zusatzleistung muss dazu erbracht werden, nähere Infos auf Anfrage.) Allen Teilnehmenden wird ein Teilnahmezertifikat des Sara Nussbaum Zentrums und der Universität Kassel auf Wunsch ausgestellt.

Es gilt die 3G-Regel.

Wir planen zunächst das Angebot in Präsenz anzubieten, möchten uns jedoch die Möglichkeit offenhalten, in ein digitales Angebot zu wechseln, sofern das Pandemiegeschehen es erforderlich macht.

Gedenken zum 2. Jahrestag des Anschlags in Halle

Der Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle an der Saale am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur vor zwei Jahren war eine Zäsur für das Leben von Jüdinnen und Juden in ganz Deutschland. Ein bewaffneter Täter hatte damals versucht, in die Synagoge einzudringen, und war nur an einer Holztür gescheitert. Im Anschluss tötete er zwei Menschen, zwei weitere wurden verletzt.

In Erinnerung an das Attentat hat das Sara Nussbaum Zentrum am 9. Oktober ein Zeichen gesetzt. An diesem Tag ist das Zentrum abends gut sichtbar von außen erleuchtet worden.

Die Gefahr ist sehr konkret geworden

„Der Angriff auf die Synagoge in Halle vor zwei Jahren hatte große Auswirkungen auf das jüdische Leben, auch bei uns in der Region“, sagt Ilana Katz, Gründerin des Sara Nussbaum Zentrums. „Die Gefahr für jüdisches Leben wurde sehr konkret, das hat viele verunsichert. Der Antisemitismus, der leider alltäglich in unserer Gesellschaft ist, hat ein schreckliches Gesicht bekommen.“ Gleichzeitig habe man viele Solidaritätsbekundungen erhalten. Dennoch stand das Zentrum als weltliche Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdisches Leben nach der Tat monatelang unter Polizeischutz.

„Halle hat die Sicht auf unsere Arbeit verändert“, erklärt Elena Padva, Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums. Der Anschlag habe gezeigt: Aus Worten und Gedanken werden immer Taten. „Bildung und Vermittlung von jüdischem Leben sind darum zentral für den Abbau von Vorurteilen und ein friedliches Zusammenleben.“

Gegen jede Form von Antisemitismus eintreten

Dem widmet sich das Sara Nussbaum Zentrum auch in der neuen Ausstellung „Netz gegen Hetz“, in der unter anderem eine fast originalgetreue Abbildung der angeschossenen Tür aus Halle zu sehen ist. Wie die Illumination des Zentrums steht sie dort als ein Zeichen des Gedenkens und gleichzeitig des Aufrufs, gegen jede Form von Antisemitismus einzutreten. „Das ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft“, so Ilana Katz und Elena Padva.

Fanny Hensel

„… und das Leben ist mir nie lieber gewesen als jetzt!“: Fanny Hensels Italienreise – Musikalische Lesung am 3.10.

Fanny Hensel war die hochbegabte ältere Schwester des berühmten Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und Enkelin des großen Religionsphilosophen Moses Mendelssohn. Mit Mann, Kind und Köchin bereiste sie ab 1839 fast ein Jahr lang Italien. Die Hauptstationen waren – natürlich! – Venedig, Rom und Neapel.

Äußerst farbig und voller Esprit schildert sie in Briefen und in ihrem Tagebuch ihre vielfältigen Eindrücke. Fannys Reisebilder in der Tradition Goethes und der Romantik gehören zu den schönsten Zeugnissen unter den zahlreichen zeitgenössischen Berichten aus dem Sehnsuchtsland vieler deutscher Künstler*innen. Sie sind zudem ein wichtiges Stück Autobiografie, immerhin spiegeln sie die glücklichste und spontanste Phase in Fanny Hensels Leben. Eine lebendige Mischung von Liedern des Geschwisterpaars Fanny und Felix ergänzen die Reiseberichte.

Gudrun Sander (Textauswahl und Rezitation), Timea Kunkel (Sopran) und Hubert Dapp (Klavier) stellen die Komponistin und Schrifstellerin und ihre Werke am Sonntag, 3. Oktober 2021 um 17 Uhr im Sara Nussbaum Zentrum vor.

Mitwirkende

Gudrun Sander (Textauswahl und Rezitation) studierte Germanistik, Anglistik und Russistik in Marburg, gleichzeitig freie Theaterarbeit sowie Tonaufnahmen von Bellestristik und Sachliteratur für die Deutsche Blindenhörbücherei. Sie arbeitete als Pädagogin an einem Kasseler Gymnasium. Seit vielen Jahren tritt sie als Rezitatorin auf mit Texten der unterschiedlichsten Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart. Ein besonderer Schwerpunkt ist die breitgefächerte, facettenreiche Literatur zur jüdischen Thematik.

Timea Kunkel (Sopran) tritt bei weltlichen wie geistlichen Kammermusikkonzerten auf. Sie konzertiert u. a. mit dem Ensemble „Tre Colori“, dem Gitarristen Taras Panahi und dem Duo Dolcissimo.

Hubert Dapp (Klavier) studierte Schulmusik in Karlsruhe, Musikwissenschaft in Heidelberg, Komposition in Karlsruhe und Basel und absolvierte ein Kapellmeisterstudium in Karlsruhe. Er wirkte für 12 Jahre am Theater Ulm als Kapellmeister, später als Chordirektor. Seit 1987 ist er Chordirektor und Kapellmeister am Staatstheater Kassel, später wurde er hier auch Studienleiter. Er begleitet zahlreiche Liederabende, dirigierte einige tausend Konzerte und ist auch als Komponist tätig.

Anmeldung nötig

Es gelten die aktuellen Corona-Kontaktregelungen. Wegen der Begrenzung der Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung unter info@sara-nussbaum-zentrum.de oder unter Tel. 0561-93728281 (AB).

„Ein vergessenes Schicksal“: Musikalische Lesung mit Texten von Susanne Vogel

Susanne Vogel, geborene Neißer, überlebte als Frau jüdischer Abstammung in einer sogenannten Mischehe mit Dr. Hans Vogel den Holocaust. Ihr zutiefst ergreifender Text von 1947 beschreibt Abschied und Tod des Vaters, der sich am Abend vor seiner geplanten Deportation gemeinsam mit seiner Cousine das Leben nahm.

Susanne Vogels Tagebuch von Januar 1944 bis Mai 1945 dokumentiert ihre Sorge um die Tochter Agnes und den Ehemann, der seine Arbeit bei den Staatlichen Kunstsammlungen in Kassel (heute Museumslandschaft Hessen Kassel) wegen ihrer „nichtarischen Abstammung“ verlor und ins Visier der Gestapo geriet.

Texte und Musik mit historischem Kontext

Julia Drinnenberg, pädagogische Leiterin der Jüdischen Abteilung im Stadtmuseum Hofgeismar, und Gabriele Hafermaas, wissenschaftliche Mitarbeiterin, werden am 25. September um 19.30 Uhr in der Elisabethkirche Kassel die Texte Susanne Vogels lesen und in ihrem geschichtlichen Kontext vorstellen.

Musik war für Susanne Vogel damals ein „Über-Lebensmittel“. Sie selber war Pianistin und konnte aus der Musik Trost und große Kraft schöpfen. Der Abend wird musikalisch umrahmt durch eine Auswahl von Musikstücken, die sie in ihren Texten erwähnt und teilweise persönlich gespielt hat.

Mitwirkende

  • Julia Drinnenberg und Gabriele Hafermaas, Einführung und Lesung
  • Dr. Justus Lange: Dr. Hans Vogel und seine Bedeutung für Kassel
  • Daphne Stieda (Budapest, Enkelin von Susanne Vogel)
  • Alexandra Aykaeva und Leonie Helferich, Sopran
  • Lucas van Lierop (Amsterdam, Urenkel von Susanne Vogel), Tenor
  • Nicky Stieda (Vancouver, Enkelin von Susanne Vogel), Violine
  • Julia Reingardt, Klavier

Anmeldung nötig

Es gelten die aktuellen Corona-Kontaktregelungen. Wegen der Begrenzung der Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung unter info@sara-nussbaum-zentrum.de oder unter Tel. 0561-93728281 (AB).

Die musikalische Lesung ist eine Veranstaltung im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Sie findet statt in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Kassel und dem Stadtmuseum Hofgeismar. Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.

Nach Hagen: Wir lassen uns nicht auseinandertreiben

Ein Kommentar

Am Abend von Jom Kippur ist in Hagen in Nordrhein-Westfalen mit gewisser Wahrscheinlichkeit ein Anschlag auf die jüdische Gemeinde verhindert worden. Vorläufig wurde ein 16-jähriger Syrer festgenommen. Derzeit laufen noch die Ermittlungen, vieles ist noch ungewiss.

Erinnerungen an Halle werden wach

Die schrecklichen Nachrichten wecken in uns dennoch und unmittelbar Erinnerungen an den Anschlag vor zwei Jahren in Halle an der Saale. Damals plante ein Täter ein Massaker an der jüdischen Gemeinde und scheiterte nur, weil die Holztür seinen Versuchen, in die Synagoge einzudringen, standhielt. Im Verlauf des Attentats starben zwei Menschen, zwei weitere wurden verletzt, Unzählige sind bis heute nachhaltig traumatisiert.

In unserer Ausstellung „Netz gegen Hetz“ hat ein Bild der mit Schusslöchern gezeichneten Tür einen besonderen, großformatigen Platz eingenommen. Denn dieser Vorfall bedeutete auch für uns, unsere Arbeit, unser Denken und Fühlen eine Zäsur. Die neuen Nachrichten lassen erkennen, dass ein Wendepunkt in der Bekämpfung von Antisemitismus längst nicht erreicht ist.

Antisemitismus – leider alltäglich und deutschlandweit

Im Gegenteil, der mutmaßlich geplante Anschlag ist nur ein weiterer Punkt in einer Reihe von vielen antisemitischen Vorfällen. Dazu zählen etwa verfassungsfeindliche und antisemitische Schmierereien (Eschwege), körperlicher Gewalt gegen Jüdinnen und Juden (Köln), Shoa-Relativierung auf Demos (Kassel) bis zu versuchten Brandanschlägen auf jüdische Einrichtungen (Ulm) und vieles mehr.

Besonders fassungslos und wütend macht es uns, wenn es nach dem Bekanntwerden solcher Vorfälle für viele nicht so sehr um die Opfer, sondern um Spekulationen über diejenigen geht, die die Tat begannen haben (könnten). Schnell ist offenbar ein Einzelner als Vertreter einer Gruppe ausgemacht, bei der Antisemitismus festgeschrieben werden kann. Nicht nur extreme politische Lager üben sich in solchen Zuschreibungen, auch aus der politischen „bürgerlichen“ Mitte sind solche Töne vernehmbar. Warum? Mit solchen Feindbildern, nach dem Motto: „Antisemitismus gibt es immer nur bei den andern!“, fällt eine Abgrenzung schlicht enorm leicht. Das eigene Gewissen ist schnell entlastet, wenn die anderen Schuld sind.

Schuldzuschreibungen sind nicht förderlich

Und es stimmt durchaus: Es gibt rechtsextremistischen Antisemitismus, es gibt linksextremistischen Antisemitismus und es gibt auch muslimischen Antisemitismus. Davon bekommen wir in unserer Arbeit jede Woche mit. Wir aber sind davon überzeugt, dass solche Schuldzuschreibungen für eine demokratische, pluralistische Gesellschaft insgesamt einfach nicht förderlich sind. Im Gegenteil: Sie treiben uns alle keilartig auseinander.

Selbstverständlich müssen Täter*innen gefunden, ihre Taten aufgeklärt und die Schuldigen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Aber Antisemitismus, Hass gegen Jüdinnen und Juden, ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Und um ihn zu bekämpfen, sollten wir uns auf unsere integrativen Werte als Gesellschaft – auf Bildung, auf Austausch und Dialog – besinnen, wir sollten aktiv werden und aufeinander zugehen, anstatt wieder und wieder auszugrenzen und so das eigene Gewissen wohlfeil zu entlasten.

„… und der Regen rinnt“ – Aufführung am 19. September

Die Produktion „… und der Regen rinnt“ ist eine literarisch-musikalische Erzählung über das Ghetto Theresienstadt. Erzählt werden die Geschichten von vier Frauen, deren Schicksalswege sich kreuzten. Am 19. September wird die vielfach hochgelobte Produktion mit dem Jugendchor Cantamus des Staatstheaters Kassel (Künstlerische Leitung: Maria Radzikhovskiy) um 18 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Kassel (Bremer Str. 3) aufgeführt.

Wir bitte um Anmeldung unter info@sara-nussbaum-zentrum.de oder telefonisch unter 0561-9372281 (AB). Es gilt die aktuelle 3G-Regel (genesen, geimpft oder getestet). Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

7. Kasseler Trialogtag am 23. September

In Schule und Jugendarbeit begegnen sich junge Menschen verschiedener Kulturen und Religionen. Nicht immer sind die Begegnungen von Toleranz und Interesse begleitet. Vorurteile, Ausgrenzung und mangelnde Kenntnisse verursachen Misstrauen und Konflikte.

Beitrag zu interreligiösem Dialog

Mit dem 7. Kasseler Trialogtag, der in diesem Jahr am 23. September 2021 von 8.30-15.30 Uhr im Evangelischen Fröbelseminar Kassel (Sternbergstraße 29) stattfindet, möchten Akteur*innen aus der Kasseler Zivilgesellschaft wir erneut einen Beitrag leisten zum interreligiösen bzw. interkulturellen Dialog in Schule und Jugendarbeit. Das Sara Nussbaum Zentrum ist Kooperationspartner des Trialogtags.

Der Trialogtag richtet sich an Lehrer*innen aller Schulformen, Studierende sowie Hauptberufliche in der Kinder- und Jugendarbeit, die Interesse am Thema haben und den Trialog der drei großen Weltreligionen und Kulturen in ihren Einrichtungen fördern möchten. Den Teilnehmenden entstehen keine Kosten.

Musik, Vorträge, Diskussionen und Workshops

Das Programm umfasst musikalische Beiträge und Impulsvorträge ebenso wie Workshops. Als Referent*innen konnten in diesem Jahr Burak Yilmaz, Julian Timm und Anna Vishnevska gewonnen werden. Sie arbeiten mit den Teilnehmer*innen zu den Themenbereichen Rassismus, Verschwörungsmythen und interkulturellem Engagement.

Flyer zum 7. Kasseler Trialogtag mit Möglichkeit zur Anmeldung (PDF)

Lesung mit Burak Yilmaz am 22. September

Der Pädagoge und Autor Burak Yılmaz setzt sich seit Jahren gegen Hass in der Gesellschaft ein. Als Reaktion auf den Antisemitismus in seinem Jugendzentrum organisiert er Fahrten nach Auschwitz mit muslimischen Teenagern. Am 22. September um 19.30 Uhr liest Yilmaz im Sara Nussbaum Zentrum aus seinem neu erschienenen Buch „Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass“ (Suhrkamp).

Burak Yılmaz lebt und arbeitet in Duisburg und war bereits mehrfach für Kooperationsprojekte mit dem Sara Nussbaum Zentrum zu Gast in Kassel. Für sein vielfältiges Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus sowie für eine inklusive Erinnerungskultur bekam er vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen. 

Durch die begrenzte Platzzahl ist zu dieser Veranstaltung eine vorherige Anmeldung unter info@sara-nussbaum-zentrum.de oder telefonisch unter 0561-93728281. Bitte achten Sie bei Ihrem Besuch auf die aktuellen Hygienevorschriften.

(Bildnachweis: © Thekla Ehling/Agentur Focus/Suhrkamp Verlag)

KW 35 – Kasseler Woche der Museen – Wir sind dabei!

Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligt sich das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben an der traditionsreichen Kasseler Museumsnacht. Bedingt durch die Auswirkungungen der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung, bei der das Zentrum wie viele andere Institutionen in Kassel seine Türen für das interessierte Publikum öffnet, in diesem Jahr über mehrere Tage verteilt statt.

Vom 2. September bis zum 5. September gibt es täglich die Möglichkeit, unser Zentrum kennenzulernen. Im Fokus steht unsere erst kürzlich eröffnete Ausstellung „Netz gegen Hetz“. Sie wirft einen Blick zurück auf 5+1 Jahre politisch-kulturelle Arbeit des SNZ und stellt dabei stets die Besucher*innen und ihre Fragen in den Mittelpunkt. Zu Themen wie jüdischer Kultur, dem Umgang mit der Shoah, aktuellen Entwicklungen des Antisemitismus sowie der Bildungsarbeit für jüdische Perspektiven sollen Denkanstöße vermittelt werden.

Parallel zur neuen Ausstellung ist auch wieder unsere Dauerausstellung „700 Jahre Juden in Kassel“ geöffnet. Sie setzt sich mit der langen Geschichte jüdischen Lebens in der Region auseinander. Hier erfahren Besucher*innen unter anderem etwas über Sara Nussbaum, die Namensgeberin des Zentrums, und viele weitere jüdische Kasseler Persönlichkeiten.

Öffnungszeiten während der „KW 35“:

  • Donnerstag: 15–20 Uhr
  • Freitag: 15–22 Uhr
  • Samstag: 15–22 Uhr
  • Sonntag: 11–15 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass es wegen der begrenzten Besucherzahl unter Umständen zu Wartezeiten beim Einlass kommen kann. Es gelten die aktuell gültigen Hygienevorschriften.

Mehr Infos zu den Tickets hier: https://www.kw35-kassel.de

Neue Ausstellung „Netz gegen Hetz“: Öffnungszeiten im August

Die Ausstellung „Netz gegen Hetz“ (neu ab Juli 2021) zeigt Perspektiven aus sechs Jahren politisch-kultureller Arbeit des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben.

Im Mittelpunkt stehen unsere Besucher*innen, ihre Fragen und Aussagen. Zudem werfen wir Schlaglichter auf unsere Ausstellungen, Bildungsprojekte und Kooperationen. Es geht um viele schöne Momente, aber auch den immer deutlicher zutage tretenden Antisemitismus in der Gesellschaft. Keine Retrospektive, sondern ein Impuls zum Nach- und Weiterdenken.

An den Sonntagen im August geöffnet

Im August ist die Ausstellung an folgenden Tagen geöffnet:

  • Sonntag, 1. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag, 8. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag, 15. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag 22. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag, 29. August, 13-18 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos. Bitte achten Sie bei Ihrem Besuch auf die geltenden Hygienemaßnahmen.

Weitere Infos zur Ausstellung und dem Rahmenprogramm