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Dr. Torsten Lattki – Wie Jesus zum „Arier“ wurde. Das Eisenacher „Entjudungsinstitut“ und der Antisemitismus Walter Grundmanns

8. Oktober, 19:00

Uhr Free

Lesung von Dr. Torsten Lattki – Wie Jesus zum „Arier“ wurde. Das Eisenacher „Entjudungsinstitut“ und der Antisemitismus Walter Grundmanns.

Vortrag von Dr. Torsten Lattki, Studienleiter beim Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Walter Grundmann (1906-1976) war der wissenschaftliche Leiter und die prägende Figur des von 1939-1945 bestehenden Eisenacher „Entjudungsinstitutes. Er und die ca. 180 Mitarbeiter waren zutiefst von Hitler und dem Nationalsozialismus überzeugt und verfolgten das Ziel, ein „artgerechtes“ Christentum für Deutsche zu schaffen. Indem sie Jesus als „Arier“ konstruierten, sowie Bibel, Gesangbuch und Katechismus umschrieben, „entjudeten“ sie christliche Theologie und Kirchenpraxis. So wurde ein nichtjüdischer Jesus im Kampf gegen das Judentum konstruiert und das Judentum als verworfene Religion ohne Existenzberechtigung angesehen. Mit seinen Kommentaren zum Neuen Testament, die noch heute in vielen Bibliotheken stehen, prägte Walter Grundmann zahlreiche Theolog*innen und Pfarrer*innen.

Veranstaltet von der Gesellschft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Datum:
08.10.26

Beginn:
19:00 Uhr

Eintritt:
Free

Veranstaltungsort

Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben
Ludwig-Mond-Straße 127
34121 Kassel
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