Lesung mit Burak Yilmaz am 22. September

Der Pädagoge und Autor Burak Yılmaz setzt sich seit Jahren gegen Hass in der Gesellschaft ein. Als Reaktion auf den Antisemitismus in seinem Jugendzentrum organisiert er Fahrten nach Auschwitz mit muslimischen Teenagern. Am 22. September um 19.30 Uhr liest Yilmaz im Sara Nussbaum Zentrum aus seinem neu erschienenen Buch „Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass“ (Suhrkamp).

Burak Yılmaz lebt und arbeitet in Duisburg und war bereits mehrfach für Kooperationsprojekte mit dem Sara Nussbaum Zentrum zu Gast in Kassel. Für sein vielfältiges Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus sowie für eine inklusive Erinnerungskultur bekam er vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen. 

Durch die begrenzte Platzzahl ist zu dieser Veranstaltung eine vorherige Anmeldung unter info@sara-nussbaum-zentrum.de oder telefonisch unter 0561-93728281. Bitte achten Sie bei Ihrem Besuch auf die aktuellen Hygienevorschriften.

(Bildnachweis: © Thekla Ehling/Agentur Focus/Suhrkamp Verlag)

KW 35 – Kasseler Woche der Museen – Wir sind dabei!

Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligt sich das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben an der traditionsreichen Kasseler Museumsnacht. Bedingt durch die Auswirkungungen der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung, bei der das Zentrum wie viele andere Institutionen in Kassel seine Türen für das interessierte Publikum öffnet, in diesem Jahr über mehrere Tage verteilt statt.

Vom 2. September bis zum 5. September gibt es täglich die Möglichkeit, unser Zentrum kennenzulernen. Im Fokus steht unsere erst kürzlich eröffnete Ausstellung „Netz gegen Hetz“. Sie wirft einen Blick zurück auf 5+1 Jahre politisch-kulturelle Arbeit des SNZ und stellt dabei stets die Besucher*innen und ihre Fragen in den Mittelpunkt. Zu Themen wie jüdischer Kultur, dem Umgang mit der Shoah, aktuellen Entwicklungen des Antisemitismus sowie der Bildungsarbeit für jüdische Perspektiven sollen Denkanstöße vermittelt werden.

Parallel zur neuen Ausstellung ist auch wieder unsere Dauerausstellung „700 Jahre Juden in Kassel“ geöffnet. Sie setzt sich mit der langen Geschichte jüdischen Lebens in der Region auseinander. Hier erfahren Besucher*innen unter anderem etwas über Sara Nussbaum, die Namensgeberin des Zentrums, und viele weitere jüdische Kasseler Persönlichkeiten.

Öffnungszeiten während der „KW 35“:

  • Donnerstag: 15–20 Uhr
  • Freitag: 15–22 Uhr
  • Samstag: 15–22 Uhr
  • Sonntag: 11–15 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass es wegen der begrenzten Besucherzahl unter Umständen zu Wartezeiten beim Einlass kommen kann. Es gelten die aktuell gültigen Hygienevorschriften.

Mehr Infos zu den Tickets hier: https://www.kw35-kassel.de

Neue Ausstellung „Netz gegen Hetz“: Öffnungszeiten im August

Die Ausstellung „Netz gegen Hetz“ (neu ab Juli 2021) zeigt Perspektiven aus sechs Jahren politisch-kultureller Arbeit des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben.

Im Mittelpunkt stehen unsere Besucher*innen, ihre Fragen und Aussagen. Zudem werfen wir Schlaglichter auf unsere Ausstellungen, Bildungsprojekte und Kooperationen. Es geht um viele schöne Momente, aber auch den immer deutlicher zutage tretenden Antisemitismus in der Gesellschaft. Keine Retrospektive, sondern ein Impuls zum Nach- und Weiterdenken.

An den Sonntagen im August geöffnet

Im August ist die Ausstellung an folgenden Tagen geöffnet:

  • Sonntag, 1. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag, 8. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag, 15. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag 22. August, 13-18 Uhr
  • Sonntag, 29. August, 13-18 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos. Bitte achten Sie bei Ihrem Besuch auf die geltenden Hygienemaßnahmen.

Weitere Infos zur Ausstellung und dem Rahmenprogramm

„Mazel tov! – Ein Fest für alle!“ am 25. Juli im Sara Nussbaum Zentrum

Unter der Überschrift „Mazel tov! – Ein Fest für alle!“ lädt das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben am Sonntag, 25. Juli 2021 alle Interessierten zu einem großen Fest ein. Die Veranstaltung ist unser Beitrag im Rahmen des Programms #1700JLID – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

An diesem Tag wird unsere neue Ausstellung „Netz gegen Hetz“ in unseren Räumlichkeiten offiziell eröffnet. Um 17 Uhr und 17.30 Uhr werden Führungen angeboten. Musikalischer Höhepunkt ist um 19 Uhr der Auftritt des bekannten Sängers Karsten Troyke aus Berlin, der mit dem Trio SCHO jiddische Lieder, Chansons und Instrumentalstücke auf der Bühne präsentieren wird.

Programm des Festtages

  • 15 Uhr: Ausstellung geöffnet
  • 17.00 Uhr / 17.30 Uhr: Führungen durch die Ausstellung
  • 18.30 Uhr: Offizielle Eröffnung (im Garten)
  • 19 Uhr: Konzert mit Karsten Troyke & Trio SCHO (im Garten)

Weitere Informationen zur Ausstellung und Veranstaltung finden Sie ab sofort und laufend aktualisiert unter www.sara-nussbaum-zentrum.de/netzgegenhetz.

„Israel trinkt das Blut unserer Kinder!“ – Juden als Archetypus des Bösen

Online-Vortrag mit anschließender Diskussion am 2. Juni 2021

Das Kindermördermotiv ist auf den propalästinensischen Demonstrationen zurzeit wieder allgegenwärtig. Dabei reicht die Palette der Motive von blutbeschmierten Kinderpuppen in Leichentüchern bis zu Portraits Benjamin Netanjahus mit Vampirzähnen und blutbeschmiertem Mund.

Ein Online-Vortrag mit dem Bildungs- und Antisemitismus-Experten Julian Timm (Studienseminar für Gymnasien Kassel, Gustav-Stresemann-Gymnasium Bad Wildungen, Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen) beleuchtet die Hintergründe dieses Motivs auf der Grundlage der aktuellen Entwicklungen.

Der Vortrag will die kulturgeschichtliche Kontinuität judenfeindlicher Darstellungen aufzeigen, um dafür zu sensibilisieren, wo Kritik am Staat Israel aufhört und manifester Antisemitismus anfängt – und wo sich beides vermischt.

Datum: 2. Juni 2021
Uhrzeit: 18.00-19.30 Uhr

Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail unter bildungsprogramm@sara-nussbaum-zentrum.de bis zum 1. Juni 2021.

Der Vortrag findet als Videokonferenz per Zoom statt. Die Zugangsdaten werden den Teilnehmer*innen vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail zugesendet.

Online-Fortbildung zu Antisemitismus und Verschwörungsideologien

Unter dem Thema „Antisemitismus und Verschwörungsideologien als Themen in der Pädagogik“ findet am 27. Mai 2021 ab 17.00 Uhr eine Online-Fortbildung statt. Sie richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen der Sekundarstufen I und II sowie an alle Interessenten.

Welche Formen nimmt moderner Antisemitismus an? Wie entstehen Verschwörungsmythen und welche Funktionen erfüllen sie? Wie wirken Verschwörungsideologien und Antisemitismus zusammen? Ziel des fachdidaktischen Studientages ist, die Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit Antisemitismus und Verschwörungsmythen zu stärken und Handlungsoptionen für die praktische Arbeit an die Hand zu geben.

Mit der Veranstaltung setzen wir unser sehr nachgefragtes Angebot der vergangenen Monate fort. Die Fortbildung findet in Kooperation mit dem Religionspädagogischen Institut der EKKW und der EKHN und der Gedenkstätte Breitenau statt.

Anmeldung unter info@sara-nussbaum-zentrum.de
Der Zugangslink wird nach Anmeldung zur Veranstaltung zeitnah zugeschickt.

„Selam & Shalom“ zu Gast im Berliner Podcast

Elena Padva und Attila Günaydin setzen sich für die Verbindung zwischen jüdischer und muslimischer Kultur ein. In ihrem Projekt „Selam & Shalom“ verbinden die Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben und der Musikpädagoge bereits seit mehreren Jahren erfolgreich die Melodien, Rhythmen und Traditionen aus beiden Kulturen zu einem immer wieder erhellenden Ganzen.

Von ihrer Arbeit mit Jugendlichen erzählen sie jetzt in der in der aktuellen Episode des Podcasts „KREUZ & QUER“ der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) aus Berlin.

Elena Padva, Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben , und Attila Günaydin stellten ihr Projekt Selam & Shalom im Podcast vor. (Foto: SNZ/fw)

Im knapp einstündigen Gespräch mit Moderator Fadl Speck berichten Padva und Günaydin über ihre Projekte mit Schulklassen und die verbindende, Brücken schlagende Kraft der Musik. Das Ziel: mit den Vorurteilen im Verhältnis zwischen Juden und Muslimen aufräumen, die sich auf das gegenseitige Verhältnis beziehen. Beide Musiker*innen haben die Erfahrung gemacht, dass Musik in diesem Zusammenhang ganz besonders dazu einladen kann, sich mit Themen wie der Herkunft, Heimat oder Kultur auseinanderzusetzen. Und das gilt sowohl, was Wissen und Erfahrung angeht, vor allem aber auch emotional.

Das Gespräch wurde Anfang April digital und dezentral sowohl in Kassel als auch in Berlin gemeinsam aufgezeichnet. Elena Padva und Attila Günaydin nutzten dafür die Studios des Freien Radios Kassel. Die Schlussproduktion erfolgte in Berlin. Mit dem Podcastformat „KREUZ & QUER“ präsentiert die KIgA aktuelle Themen der politischen Bildung mit Gesprächsgästen aus Berlin und ganz Deutschland.

Die Folge mit Elena Padva und Attila Günyadin ist überall zu hören, wo es Podcasts gibt, unter anderem auf dem YouTube-Kanal der KIgA.

Pessach 2021 – Chag sameach!

An Pessach feiern Jüdinnen und Juden in der ganzen Welt ein Fest, dass an den Auszug des jüdischen Volks aus Ägypten erinnert. Der Gedanke der Freiheit spielt dabei eine große Rolle: Was ist sie? Wo endet sie? Wie leben wir (in) Freiheit? Das sind Gedanken, die in der Corona-Pandemie eine ganz besondere Aktualität haben, und die auch unser Team besonders beschäftigen.

Wir beobachten mit Sorge, wie der Freiheitsbegriff in diesen Tagen und direkt bei uns in Kassel missbraucht werden kann. Unsere eigene Freiheit ist durch Auflagen und Distanzgebote tagtäglich eingeschränkt. Gleichzeitig sind wir dankbar für die Freiheiten, die wir in unserem Denken und Tun genießen können. Lebendige, optimistische Freiheit ist für uns nach wie vor ein hohes, schützenswertes Gut.

Ein Padlet ist eine digitale Pinnwand. Wir haben es genutzt, um Gedanken zum Thema Freiheit zusammenzutragen.

Um uns diesen Gedanken zu nähern, haben wir eine digitale Sammlung auf dem Portal Padlet eingerichtet. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll Einblicke und Anstöße vermitteln, selbst über das Thema Freiheit nachzudenken.

Hier gelangen Sie zu unserem Padlet (externer Link).

Wir wünschen allen Chag sameach, ein frohes Fest!

(Titelbild: Ilana Katz)

„Corona-Demos“ und Antisemitismus

In der Vergangenheit haben Veranstalter*innen und Teilnehmende von „Corona-Demos“ unter einem in unseren Augen falschen Verständnis von Meinungsfreiheit immer wieder gebilligt, dass antisemitische und die Shoa oder den Widerstand gegen den Nationalsozialismus relativierende Symbole und Reden Teil ihrer „Bewegung“ sind. Das ist nun auch wieder in Kassel zu befürchten, nachdem das Demo-Verbot kürzlich gekippt wurde.

In der Ausstellung des Sara Nussbaum Zentrums sind historische Abbildungen des gelben Sterns zu sehen. (Bild: ep/SNZ)

Bereits im Sommer 2020 haben wir darauf aufmerksam gemacht, welche Auswirkungen es konkret auf Jüdinnen und Juden haben kann, wenn Symbole wie der Gelbe Stern im Zusammenhang mit Opferstilisierung in Zeiten der Pandemie instrumentalisiert werden.

Antisemitismus und relativierende Bezüge zum Nationalsozialismus können niemals einen freiheitsliebenden, demokratischen Zweck haben, sondern sie schüren Hass, dienen der Spaltung und verbreiten Hetze. Das muss allen, insbesondere denen, die an der Veranstaltung am Wochenende beteiligt sind, bewusst sein.

Siehe dazu auch die aktuelle Berichterstattung (externe Links):

Zum Hintergrund (externe Links):

Spannende Einblicke ins Atelier

Zwischen Lacken, Farben, Pinseln und Leinwänden gibt Ilana Katz, Geschäftsführerin des Sara Nussbaum Zentrums, einen Einblick in ihr Atelier. Die Kunstwerke werden Bestandteil der neuen Ausstellung „Netz gegen Hetz“ im Sara Nussbaum Zentrum.