Kunst-Installation „Domino“ der Arnold-Bode-Schule wird im Sara Nussbaum Zentrum gezeigt

Viele überdimensionierten Dominosteinen stehen im Raum, die einzelnen Steine sind in Reihen aufgestellt. Portraits von Menschen aus der Geschichte und der Gegenwart sind auf ihnen zu sehen, ebenso Bilder der Kasseler Arnold-Bode-Schule.

Mit dem Projekt „Domino“ möchten Schülerinnen und Schüler der Kasseler Berufsschule auf die Geschichte der Jüdinnen und Juden in der Stadt aufmerksam machen. Ein Teil des Geländes ihrer Schule diente in den 1940er-Jahren als Sammelplatz für die Deportationen durch die Nationalsozialisten.

Vertreter*innen der Kasseler Arnold-Bode-Schule bei der Eröffnung der Ausstellung.
SNZ-Leiterin Elena Padva verwies auf die Bezüge der Ausstellung zur Arbeit des Sara Nussbaum Zentrums.

„Unser Kunstwerk zeigt das Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart“, so die Schülerinnen und Schüler. „Dargestellt durch die große Anzahl an Dominosteinen, die die Ansammlung von Menschen zeigt, welche in den Augen der Nazis nur nummerierte Objekte waren.“ Der Wendepunkt zur Gegenwart wird dann durch das Umfallen der Steine dargestellt.

Die Installation ist vom 5.-18. September im Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben zu sehen. Schon während der Konzeption des Kunstwerks waren die Schüler*innen im engen Austausch mit dem Zentrum und der Jüdischen Gemeinde Kassel. „Das Domino-Kunstwerk macht plastisch greifbar, was bis heute unvorstellbar ist“, sagt SNZ-Leiterin Elena Padva. Mit der Zusammenarbeit setzt das SNZ die bisherige gute Kooperation mit der Arnold-Bode-Schule auf beeindruckende Weise fort.

Von der Grundidee, auf jedem Stein eine oder einen Deportierten abzubilden und mit den entsprechenden Daten vorzustellen, sind nur noch die Nummern geblieben, Vergangenheit und Gegenwart sind nun auf einer Seite zusammengerückt.

Heiko Lingelbach, Lehrer an der Arnold-Bode-Schule, in seiner Rede zur Eröffnung der Ausstellung
Fotos: vs/SNZ

Die Ausstellung kann an folgenden Terminen besichtigt werden:

  • Eröffnung: 5. September 2022, 19 Uhr in Gegenwart der Schüler*innen und Pädagog*innen
  • 6. September + 13. September, jeweils 15-18 Uhr
  • 11. September 15-19 Uhr